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Mein Bildungskonzept 


Du entscheidest auch,
wer du in Zukunft sein wirst.
Aber dazu musst du auf dich achten,
musst dich suchen, finden und wieder neu suchen.
Es gibt noch Bereiche in dir,
die voller Geheimnisse sind.
In dir schlummern Kräfte,
die eingesetzt werden wollen.
Es gibt Gedanken in dir,
die sich noch verstecken
und auf ihre Zeit warten.
Die Möglichkeiten, die vor dir liegen,
sind nicht unbegrenzt.
Aber wenn du das tust,
was du begriffen hast
und was möglich ist,
wirst du dich erweitern
und das Leben führen,
das du als lebenswert empfindest.

Du,
es ist an dir,
dich Stück um Stück zu erfinden.

(Ulrich Schaffer)


Ich verstehe Bildung als Entwicklung der Identität des Subjekts, seines Selbstwertgefühls, das trotz widersprüchlicher Normen und nur teilweiser Befriedigung der fundamentalen Bedürfnisse nach Nähe und Annahme mit anderen zu kommunizieren und zu interagieren vermag. Viele Menschen können über Bildung immerhin teilweise identitätssichernde Qualifikationen ausbilden; vor allem dann, wenn sie an Interaktionsprozessen teilnehmen, in denen verschiedene Handlungsentwürfe erprobt werden können, ohne unangemessenen Repressionen ausgeliefert zu sein; in denen auch zwiespältige Gefühle gezeigt werden können, ohne dass die affektive Zuwendung verloren geht, sowie Sinn zu erfragen, ohne eigene Interpretationen verbergen zu müssen.
Hierbei zu erwerbende Qualifikationen sind: die Fähigkeit, sich an sich selbst kommentierender Kommunikation zu beteiligen (Kommunikative Kompetenz), die Fähigkeit, eine Situation auch aus der Sicht eines Partners wahrzunehmen und einschätzen zu können (Rollenwechsel), die Fähigkeit, mehrdeutige und im Hinblick auf Bedürfnisse ambivalente Interaktionsverläufe zu ertragen (Ambiguitätstoleranz), sowie die Fähigkeit, sich mit angesonnenen Erwartungen auseinandersetzen zu können (Rollendistanz).