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Kreatives Schreiben

Nicht ich, sondern die Poeten
entdeckten das Unbewusste.

(Simund Freud)

Kreatives Schreiben bietet die Möglichkeit, die Begrenzungen für das Schreiben aufzubrechen, die die "Behandlung" von Texten z.B. im Unterricht mit sich bringt; die phantastischen Gebilde, die sich beim Lesen eines Buches in der Einbildungskraft einstellen, eben nicht zu einer "grauen Masse" zusammenfallen zu lassen, sondern der eigenen Phantasie möglichst großen Raum zu geben.

Unter Kreativem Schreiben fassen wir verschiedene Formen des Schreibens, die für den einzelnen eine Entfaltung seiner Ausdrucksmöglichkeiten, Kommunikationsformen und neue Formen der Selbsterkenntnis und Selbsterfahrung bedeuten. Es handelt sich um eine Schreibpraxis, die die situativen, affektiven und intellektuellen Bedürfnisse des schöpferischen Menschen besonders berücksichtigt, es handelt sich also um subjektiv-authentisches Schreiben.

Das Subjekt des Schreibenden kommt um seiner selbst Willen ins Spiel, nicht etwa um subjektiv aufgeladene Variationen am vorgegebenen (dichterischen) Text - oder auf solche Texte hin - zu veranstalten. Der (dichterische) Text wird nicht zum letzten Zielpunkt von Einsicht, sondern zu einem möglichen (neben Bild, Karten usw.) anregenden Begleiter eigener schriftlicher Selbstverständigung und Ausdrucksbereitschaft.